Montag, 14. März 2016

Die gewollte „Alternative“ und ihre Hintergründe



Bei den gestrigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hat es teilweise erdrutschartige Erfolge der „Alternative für Deutschland“ (AfD) gegeben. Im Südwesten konnte die AfD drittstärkste Partei, in Sachsen-Anhalt sogar zweitstärkste Partei werden. Die große Hatz in der Tagespresse ist allerdings erstaunlicherweise ausgeblieben. Selbst die linksextreme TAZ kommentierte die AfD-Erfolge verdächtig moderat. Man stelle sich die Schlagzeilen vor, wenn eine NPD gestern solche Ergebnisse erzielt hätte…

Die ausgebliebene Hatz paßt so gar nicht zur bisherigen Strategie etablierter Massenmedien, die AfD öffentlich zu dämonisieren und als rechtsradikal darzustellen. Offenbar scheint auch die Journaille zufrieden mit den Wahlerfolgen der AfD zu sein und genau das wirft Fragen auf. Denn in den zurückliegenden drei Jahren seit der Gründung im März 2013 haben die etablierten Hofberichterstatter kaum eine Gelegenheit ausgelassen, die bis dahin unbekannte Splitterpartei zur neuen rechten Kraft hochzupuschen, um sie für enttäuschte Wutbürger als „Alternative“ zu den bestehenden Systemparteien zu präsentieren. Diese Strategie ging im Bunde mit der Merkelschen Flüchtlingspolitik voll auf.

Wer die Mechanismen zwischen Politik und Medien kennt, der weiß, daß es in der Politik keine Zufälle gibt. Und in der Lügenpresse schon gar nicht. Die vor drei Jahren wie ein Phönix aus der Asche aufsteigende AfD wurde so gezielt in der öffentlichen Meinungsmache prominent gemacht und hochgeschaukelt, daß man Zufall sicher ausschließen kann.

Obwohl die AfD in den Massenmedien von Anfang an in die ganz rechte Ecke gestellt werden sollte wurde, waren ihre Vertreter stets salonfähig genug, um durch alle etablierten Polit-Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu geistern. Im Gegensatz zu NPD-Aktivisten, die niemals ins Fernsehen eingeladen wurden, gab es gegenüber AfD-Vertretern überhaupt keine Berührungsängste.

Auch in der täglichen Medienberichterstattung wurde die AfD von Anfang an gepuscht, als sei sie bereits eine große erfolgreiche Partei. Tatsächlich diente das mediale Puschen dazu, sie überhaupt erst dazu zu machen. Andere neue, kleine Splitterparteien träumen von so viel öffentlicher Aufmerksamkeit, die einer AfD zuteil wird, ohne augenscheinlich groß etwas dafür tun zu müssen. Andere machen jahrzehntelang Basisarbeit und kommen trotzdem zu nichts. Aber vielleicht besteht die „Gegenleistung“ der AfD-Vertreter ja darin, daß sie den ganzen Medienzirkus planmäßig mitmachen…

Natürlich war die mediale Aufmerksamkeit für die AfD nicht nur positiv, aber im Vergleich zur Berichterstattung über wirklich nationale Parteien und Gruppierungen war der mediale AfD-Hype ganz anders konstruiert. Fraglos muß eine scheinbar „rechte“ Partei auch ein linkes Feindbild haben, um sich in den Köpfen der rechts-konservativen Wähler als glaubwürdig verankern zu können. Die Medienberichterstattung in den letzten drei Jahren war also schon erkennbar darauf ausgerichtet, die AfD als Feindbild hinzustellen, an dem sich die Staatsantifa dankbar abarbeiten kann. Ähnlich wie beim NSU-Phantom.

Trotzdem unterscheidet sich das mediale Verhalten der Journaille gegenüber der AfD doch sehr grundlegend zu dem Verhalten gegenüber richtigen Nationalen. Wer die Medienlandschaft kennt, der weiß, daß die meisten Hofberichterstatter so etwas freiwillig nicht machen würden, wenn die AfD wirklich das wäre, als was sie uns von den Medien präsentiert wird. Möglicherweise wissen bestimmte Journalisten ersten Ranges irgendwie Bescheid, worum es bei der ganzen AfD-Geschichte geht und wie sie dabei mithelfen sollen, daß gewünschte Bild über diese Partei zu lancieren?

Aber warum soll die AfD als „Alternative“ zu den Systemparteien, zu den Euro- und Flüchtlingsbefürwortern, gepuscht werden? Warum wurde den Wählern förmlich zugerufen: „Wenn du die Schnauze voll hast, dann wähl bitte AfD“ ? Eines ist doch wohl klar: Wäre die AfD wirklich eine ernsthafte Alternative zum herrschenden System, dann wäre sie niemals in dieser Form gepuscht, sondern eher verboten worden. Es liegt also mehr als nur der Verdacht nahe, daß Medien und Politik gemeinsam die AfD als „Alternative“ aufgebaut haben. Eine Scheinalternative, die den Wutbürger davon abhalten soll, eine wirklich nationale Partei zu wählen. Eine Scheinalternative, die von den Kräften des Systems gesteuert wird und trotz größter Wahlerfolge immer kontrollierbar bleibt.

Das wird sicher etwas klarer, wenn wir einen Blick auf die Gründer und Protagonisten der AfD werfen, denn diese kommen allesamt aus elitären, wohlhabenden Machtkreisen. Von Gründer Bernd Lucke bis zur aktuellen Vorsitzenden Frauke Petry handelt es sich durchweg um Leute, die nie etwas anderes erlebt haben, als Karriere, Reichtum und Wohlergehen. Gefördert von einflußreichen Stiftungen, die sich ihrer Loyalität sicher sein konnten, wurden sie zuverlässig mit wohldotierten Positionen und Aufträgen versorgt. Sie waren nie zu etwas anderem bestimmt, als zu gesellschaftlich hochstehenden Laufbahnen. Mit dem einfachen Volk haben sie kaum etwas gemein.

Der Gründer Bernd Lucke beispielsweise machte Karriere als Universitätsprofessor  und bei der Weltbank. Gefördert wurde er u.a. von der mächtigen Volkswagen-Stiftung. Zudem gehörte Lucke zu den Unterzeichnern des „Hamburger Appell“ von 2005 und steht der marktradikalen Denkfabrik „Initiative Neue soziale Marktwirtschaft“ (INSM) nahe. Der INSM verdanken wir den massiven Sozialabbau der letzten Jahre, auch der „Hamburger Appell“ setzte sich für tiefe Einschnitte in unsere sozialen Absicherungen ein.

Lucke ist letztes Jahr überraschend aus der AfD ausgetreten, nachdem er zuvor den großen Marktschreier gegen Euro und Asylanten gab. Im Geheimen bleibt er allerdings mit der Mitgründerin und neuen Chefin Frauke Petry verbunden über die „Studienstiftung des Deutschen Volkes“, wo er seit 2003 Vertrauensdozent ist. Von jener Stiftung wurde Petry nach dem Abitur 1995 gefördert und in höhere gesellschaftliche Kreise gebracht.

Zu höheren Kreisen zählt auch Mitbegründer und Parteisprecher Konrad Adam, der seine Journalistenkarriere ausgerechnet bei der staatstragenden und geheimdiensttreuen FAZ gemacht hat. Die FAZ ist ein geschlossener Zirkel ähnlich einer Loge und alles andere als eine „Alternative“ zum System. Mit diesem Hintergrund war es dann ein Leichtes für Adam, anschließend Chefkorrespondent der WELT in Berlin zu werden, die wie die FAZ als äußerst loyal gegenüber der Machtelite gilt.

Eines der wichtigsten Zugpferde der neugegründeten AfD war Hans-Olaf Henkel. Henkel gehört seit jeher zu den Netzwerken der wirtschaftlichen Machtelite, fungierte u.a. viele Jahre als Chef des BDI und als Botschafter der sozialfeindlichen „Initiative Neue soziale Marktwirtschaft“ (INSM). Außerdem ist Henkel Kurator bei der marktradikalen „Friedrich August von Hayek-Stiftung“, über die auch andere bekannte AfD-Protagonisten wie z.B. Joachim Starbatty, Beatrix von Storch und Roland Vaubel miteinander vernetzt sind. Wie paßt eine solche Stiftung zu den vermeintlich volksnahen Zielen der AfD?

Besonders interessant ist der Umstand, daß Hans-Olaf Henkel als Vortragsredner bei der US-Lobbyorganisation „Atlantikbrücke e.V.“ geführt wird und mit diesem Engagement sehr eindeutig gegen deutsche Interessen agiert. Daß jemand, der für die US-Lobby agitiert gleichsam führendes Mitglied einer vermeintlich nationalen deutschen Partei ist, läßt sich nur mit totaler Schizophrenie erklären. Es sei denn, er weiß insgeheim, daß diese vermeintlich nationale Partei nur ein Wahlphantom sein soll. Henkel trat übrigens 2015 gleichzeitig mit Bernd Lucke aus der AfD aus – offenbar hatten die beiden Geistesbrüder ihre Schuldigkeit getan.

Noch an Bord der AfD befindet sich mit großem Getöse Alexander Gauland, der sich in den Medien gerne als Macher  der vermeintlichen Rechtspopulisten inszeniert. Gauland selbst ist allerdings Lichtjahre vom Wahlvolk entfernt, schwebt als Diplomat, Publizist und Politiker über den Dingen. Auch bei Gauland finden sich unauflösliche Widersprüche zwischen seinem echten Leben und seiner AfD-Funktion. Im echten Leben ist Gauland nämlich Mitglied der geheimen Freimaurerloge Rotary Club. Und wie es sich für einen „waschechten“ Rechtspopulisten gehört, ist Gauland Mitbegründer des Stiftungsrates Jüdisches Museum Berlin. In den Medien liest man davon leider nichts, es paßt offenbar nicht in das Bild, welches von Gauland in den Medien gezeichnet werden soll.

Ist es nicht seltsam, daß maßgebliche Gründer und Funktionäre der AfD in ihrem echten Leben alles andere als „alternative“ Menschen sind, sondern alles Angehörige machtelitärer Kreise, die ihre Karriere im besten Einklang mit dem System gemacht haben? Und wie sind die unüberbrückbaren Gegensätze zu erklären, die zwischen ihrem wirklichen Tun und ihrem AfD-Engagement liegen?

Rein zufällig wurde die AfD zu jener Zeit gegründet, als das Murren des Volkes gegen den Euro immer lauter wurde. Und auch rein zufällig kurz bevor die große „Flüchtlingswelle“ auf Deutschland zurollte. Gleichzeitig soll die NPD im zweiten Anlauf endlich verboten werden – die Alternative für den Wähler steht schon bereit.

Kommentare:

  1. Sie haben ganz sicher recht, was die ursprüngliche AfD mit Herrn Lucke als Initiator betrifft. Sehr schön abzulesen, als deren Europaabgeordnete ihre Zielsetzung bei der ersten wichtigen Abstimmung um 180° schwenkten auf Brüsselkontinuität. Diejenigen, die diesen Schwenk nicht mitmachten, wollen sie aus der Fraktion schmeißen.

    Aber mit der Entmachtung Luckes in der AfD wurde das von der Elite geplante Feigenblatt vernichtet. Es gab und gibt mittlerweile zuviele Bürger in Deutschland, die den korrupten Filz durchschauen und bekämpfen wollen.

    Ob die Petry-AfD ihre echte Opposition durchhalten werden, sei dahingestellt. Vermutlich spätestens dann, wenn sie irgendwo Regierungsverantwortung übernehmen werden, werden auch sie sich korrumpieren lassen. Man betrachte nur die Partei der Grünen, die von pazifistischen Idealen zur größten Kriegspartei geworden ist, die heute ihre Ideale zur Umwelt auf dem Altar des CO2-Gottes geopfert haben und hinter den größten Umweltzerstörungen stehen, die dieses Land je gesehen hat.

    AntwortenLöschen